Wandern in Nepal- Annapurna Poonhill Wanderung

Die meisten von uns denken bei dem  Namen Nepal an schöne Landschaften, vielen Bergketten und die Leute, die dort wohnen sowie an anspruchsvollen Trekkingtouren rund um die höchsten Berge der Welt.

So dachte ich.Gepaart mit der Lust aufs Abenteuer und das Erfahren eigener Grenzen, ließen meinen langgehegten Traum  mit der Reise nach Nepal in Angriff nehmen.Zeitlich kamen nur 2 Wochen Ende Oktober in Frage, das passte auch perfekt in die günstigste Reisezeit.Nach kurzer Suche der Anbieter im Internet fand ich mich bei Shiva von der Himalayan Circuit Team , der sich wenige Stunden später zurückmeldete bestens aufgehoben.  Es war mir wichtig, dass ich in deutsch kommunizieren konnte, um Verständnisprobleme zu vermeiden.

Ich wollte in die Berge und  entschied mich neben Sightseeing  für den 5- Tages- Poonhill -Trek, da alle meine Vorstellungen – Kultur, Leute , Landschaft, Trekking-  einbezogen und Änderungen auch spontan möglich waren.

Werde ich es alleine  als Frau, normal sportlich und  mit 59 Jahren schaffen?

Schon im Vorfeld konnte ich Fragen besonders auf bzgl. mitzunehmende Sachen wie Schlafsack, großer,  kleiner Rucksack usw. telefonisch schnell geklärt.

Rückblickend kann ich erstmal sagen, es war und ist  mein schönstes Erlebnis

Die Beantragung des Visums am Flughafen dauerte einige Zeit  und lässt sich jetzt auch vor Anreise per Internet beantragen.

Der  herzlichen Empfang am Flughafen, den sommerlichen Temperaturen ( die ich die ganzen 14 Tage hatte) und den ersten  Eindrücken waren sehr angenehm. Ich fühlte mich sofort gut aufgehoben.

 

Der weitere Reiseverlauf entspricht allgemein dem auf der Internetseite  https://himalayancircuit.de.

 

Meine persönlichen Bemerkungen und Eindrücke  möchte ich hier noch anführen.

 

Die Fahrt zum Stadtteil Thamel, in dem gefühlt alle Touristen untergebracht sind, war ein Erlebnis besonderer Art, denn bei den individuellen „Verkehrsregeln „ sollte man nicht ängstlich sein. Im Laufe der Zeit gewöhnt man sich daran.

Das Hotel war einfach, sauber so auch in Pokhara und die Leute sind sehr freundlich und bemüht, alle Wünsche zu erfüllen. Ich fühlte mich sehr wohl.  Ich fand es sehr aufregend, das quirlige Treiben zu beobachten und die Straßen außerhalb von Thamel lang zu schlendern,obwohl es anfangs sehr schwierig war  die Orientierung nicht zu verlieren ( die Läden wiederholen sich ).

Abends kamen  Shiva bzw. Kollegen von GAP um den nächsten Tag zu besprechen.

Für die Besichtigung vonSwyambhunath  sollte man unbedingt die Stufen hoch gehen und sich nicht fahren lassen, so dass man ein wenig erahnen kann, was einem beim Trek erwartet. An dieser Stellevielen Dank meiner BegleiterinRenu, die die Geduld aufbrachte auf meine Fragen  und Wünsche einzugehen.

 

Die geplanten Tage in Kathmandu waren vollkommen ausreichend. Da ich einen großen Koffer hatte, war ich dankbar diesen bis zur  Rückkehr im Hotel lassen zu können.

Am nächsten Morgen wurde ich zum  Bus begleitet, für die Fahrt nach Pokhara  muss man schon 8 h einplanen. Dies würde ich immer wieder tun, denn nun hatte ich Zeit zur Ruhe zu kommen, gedanklich die letzten Tage zu ordnen und  ich konnte die verschiedenen Landschaften sowie auch das Treiben und die Gewohnheiten/ Traditionen der nepalesischen Leute auf mich einwirken lassen.

 

Pokhara ist wunderschön am See gelegen mit Blick auf die Berge und touristisch gut frequentiert, aber ruhiger als Kathmandu . Abends machte ich Bekanntschaft mit meinem Guide Sanu. Er war ein Glücksgriff.

 

Am nächsten Morgen ging es endlich wie beschrieben los. Unterwegs stieg der Porter zu und inNayapoolwurde ein wenig Marschverpflegung in Form von kleinen Bananen gekauft.  Ich startete voller Energie und war aufgeregt, alles richtig gepackt zu haben, und ….gegen 14.00 Uhr war die Etappe bereits zu Ende. Nun hatte ich sehr viel Zeit. Ich beobachtete die spielenden Kinder , sah den Leuten bei der Reisernte zu und erfreute mich der Landschaft.

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Der Weg nach Ghorepani war dann das andere Extrem, den ganzen Tag Treppen steigen bei knallender Sonne. Da fragte ich mich schon, warum tue ich mir das an, zumal mein Magen schlecht gestimmt war. Trotzdem kämpfte ich mich am darauffolgenden Morgen wieder Treppen hinauf, um mit den vielen anderen Touris auf dem Poonhill( 3200 m ) den  Sonnenaufgang in allen möglichen Phasen zu fotografieren. In diesem Moment war ich sehr stolz auf mich.

Sanu verdanke  ich es, dass sich mein Blick auf die Berge veränderte. Mit Engelsgeduld erklärte er von allen Seiten die umliegenden Berge. Er strahlte eine Ruhe aus, war immer präsent , für jeden Spaß zu haben, stellte sich auf mein Tempo ein , kannte viele Einheimische und konnte die Informationen gut rüberbringen.

Insbesondere hat mich der Fishtail( 6997m) oder wie es die Einheimischen sagen,der Machapuchare, in seinen Bann  gezogen. Selbst von Pokhara hat man einen wunderbaren Blick auf diesen Berg.

Sehr spannend und kommunikativ waren die Abende in den Teehäusen, denn man kam nicht nur mit den Einheimischen ins Gespräch sondern auch mit den vielen Wanderern aller Kontinente. Der ABC Trek benutzt den gleichen Weg. Die Unterkünfteselbst  mit Bett und kleiner Ablage sind sehr sporadisch ausgestattet und hier merkte ich, mit wie wenig Sachen man auskommen kann, jedoch mein Schlafsack wollte ich nicht missen.

DieTage verliefen sehr abwechslungsreichund überraschten mich immer wieder mit kleinen, neuenErlebnissen. Sie vergingen viel zu schnell, alle bisherigen Anstrengungen waren vergessen.

Wer bis dahin noch nicht genug hat, kann  inPokhara mit einem geliehenden Boot über den See zur gegenüberliegenden Seeseite fahren und den Berg zur Stupa erklimmen.

Zurück nach Kathmandu ziehe ich auch hier den Landweg vor, denn es ergeben sich meist sehr interessante Gespräche. In Thamel sollte man sich das Erlebnis einer Massage, empfehlenswert beim  Blindenverein sowie als Abschluss den traditionellen Abend mit Essen und Musik nicht entgehen lassen.Baktapur, Pashupatinath ( Hinduverbrennung, Asketen)und Boudha sind unheimlich sehenswert.

Ich kann diesen Trek für Einsteiger mit normaler Kondition selbst mit wenig  Erfahrungbestens empfehlen.

Nepal kann man sehr gut alleine bereisen, es ist sicher und alle sind sehr hilfsbereit. Ich hatte für alle Unternehmungen eine Begleitung, die sich rührend um mich gekümmert haben. Insofern waren alle  Tage zeitlich effektiv ausgeplant und ich bin allen Beteiligten , insbesondere Shiva der alles organisiert hat sehr dankbar .

( ABC Trek  ->Annapurna Base Camp Trek)

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